In diesem Blogartikel möchte ich einmal das Thema Gaps aufgreifen und verschiedene Fragen hierzu beantworten. Was sind Gaps und wie entstehen diese? Bevor man sich Gedanken darüber machen sollte, wie man Gaps profitabel für sein eigenes Trading nutzen kann, muss man erst mal verstehen, was ein Gap überhaupt ist.

Grundsätzlich kommt das Wort GAP aus dem Englischen und bedeutet genau genommen „Lücke“. Im Kontext der Börse spricht man auch von einer Kurslücke. Visuell betrachtet lassen sich Gaps leicht in Candlestick-Charts identifizieren,  dort besteht eine „Lücke“ zwischen dem vorherigen Schlusskurs und dem darauf folgenden Eröffnungskurs. Wichtig – Gaps werden nicht im Linienchart sichtbar, weil diese in der Regel nur die Schlusskurse miteinander verbinden. Kurslücken können natürlich in beide Richtungen auftreten. Bei einem Gap in Longrichtung spricht man von einem „Gap up“, in die Shortrichtung von einem „Gap down“

Spannend ist das Ganze nur wenn man investiert ist.  Sind wir beispielsweise Long positioniert und es entsteht ein „Gap up“ erhöhen sich unsere Gewinne oft enorm. Andersrum kann es natürlich auch mal gegen einen laufen, aber – und das ist ganz wichtig, meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Gaps unterm Strich auf lange Sicht ausgleichen. Vorsicht ist allerdings immer vor Quartalszahlen geboten.

Rendite

Wie entstehen Gaps eigentlich technisch? Nun, häufig entstehen Preislücken, wenn keine Kursbildung zustande kommen kann, z. B. über Nacht aufgrund von News, die nach Marktschluss bzw. vor Markteröffnung veröffentlicht werden. Dann entscheiden sich viele Marktteilnehmer auf diese Nachricht zu reagieren, sodass der nächste Kurs, also der Eröffnungskurs meist über oder unter dem Schlusskurs zustande kommt.

Gaps lassen sich hervorragend im US-Markt nutzen, gerade für den Intradayhandel, denn anders als in Deutschland sind hier die Ordergebühren erheblich günstiger. Darüber hinaus finden wir hier täglich sehr viele Gaps, die sich profitabel handeln lassen und mit denen man innerhalb kurzer Zeit viele gute Gewinne einfahren kann. Ich setze diese Art des Tradings im Minutenchart um und überführe, wenn es sich anbietet, diese Trades dann sehr häufig auf die nächsthöhere Trendgröße bzw. Zeiteinheit, wie ich es auch schon in meinem letzten Newsletter besprochen habe.

Viele aufeinander folgende Gaps in liquiden Aktien deuten auf sehr starken Kauf- bzw. Verkaufsdruck hin und bieten uns somit weitere Argumente für einen entsprechenden Trade.

Erfolgreiche Trades wünscht Ihnen Ihr

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