Ich habe im vorigen Beitrag ja bereits festgestellt, dass Dir die besten Strategien rein gar nichts bringen, wenn Du 5 Bausteine für den dauerhaften Börsenerfolg nicht berücksichtigst. Heute soll es in aller Ausführlichkeit um die ersten drei dieser Bausteine gehen. Wenn Du diese für Dich vorab klärst steigen die Erfolgsaussichten rapide.
Solltest Du meinen Eingangsbeitrag zum Thema noch nicht gelesen haben, dann hol dies am besten nach, bevor Du hier weiterliest. Hier geht es zu meinem Beitrag: Fünf elementare Bausteine für erfolgreiche Börseninvestoren

Nun aber zu den Bausteinen Nummer 1 bis 3

1. Der IST-Zustand

Finde heraus, an welchem Punkt Du Dich finanziell gerade befindest. Wie hoch ist das Kontoguthaben, welche sonstigen Wertgegenstände wie Immobilien, Oldtimer, Gold, etc. sind in Deinem Besitz und wieviel Einkommen generierst Du monatlich, jährlich?

Ich nenne das eine Bestandsaufnahme. Erst wenn der Bestand klar definiert ist, solltest Du beginnen Dein Vermögens-Portfolio so zu gestalten, wie Du es Dir wünschst.

Ich hatte beispielsweise vor Jahren ein paar Eigentumswohnungen vermietet und auf einen Schlag so viel Ärger am Hals – du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viel Trouble da in kürzester Zeit für Stress bei mir sorgte – , dass ich mich in einem günstigen Moment entschieden habe alle Immobilien abzustoßen. Im Anschluss stand ich natürlich vor der Frage, was ich nun mit meinem Kapital machen möchte.

Ich entschied mich damals dafür, einen Großteil gestaffelt in die Börse fließen zu lassen. Mit gestaffelt meine ich dabei, dass ein ganz großer Teil mit langfristigen Anlagestrategien investiert wurde (und immer noch wird) und der andere Teil von mir im Swing-Trading und Daytrading-Bereich genutzt wird. Dass ich einen Teil auch im kurzfristig orientierten Trading-bereich einsetze, liegt ganz einfach daran, dass ich damit groß geworden bin und es eine fast schon logische Konsequenz war – es lag eben auf der Hand.

Übrigens: ich bin nicht gegen das Immobiliengeschäft an sich, bloß muss ich mir eingestehen, dass es mir persönlich zu viel Stress bringt.

Für den IST-Zustand ist es meiner Meinung nach auch wichtig, sich zu überlegen, wieviel Zeit man für das Thema Investment bisher investiert. Je länger der Anlagehorizont, desto einfacher ist es die eigene „Vermögensverwaltung“ neben den Beruf und sonstigen Verpflichtungen in die eigene Hand zu nehmen. Dazu an späterer Stelle mehr.

Rendite

2. Der SOLL-Zustand

Baustein 2 knüpft logischerweise direkt an der Bestandsaufnahme durch den IST-Zustand an.

– Wieviel Jahresrendite möchtest Du erzielen – bitte bleib hier realistisch. Performances von mehr als 30% im Schnitt pro Jahr sind im Bereich Investment für die meisten Menschen nicht realisierbar. Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Es gibt an der Börse garantiert nichts geschenkt. Wer das glaubt, dürfte ziemlich schnell und hart landen. Ich sage aber jedem der es hören will: 10% + X, mit konservativen Börsenstrategien, kann jeder!
– Was sind ganz allgemein die Ziele? Von den Renditen leben können? Ein nettes „Zubrot“ zum eigentlichen Einkommen? Geld fürs Alter ansammeln und vermehren? Werde Dir darüber klar.
– Ebenfalls wichtig: Wieviel Zeit kannst Du aufbringen und wie viel Zeit möchtest Du aufbringen?
– Ist Dir ein passives beständiges Einkommen wichtiger als beispielsweise die Spekulation auf dicke Kursgewinne, bei denen Du unter Umständen aber mehrere Monate oder gar Jahre warten müsstest?
– Wenn Du passive Einkommen durch Dividenden erzielen möchtest, was denkst Du passiert mit Dir, wenn Buchverluste in schlechten Marktphasen entstehen? Kommst Du damit klar oder anders gefragt, willst Du damit klarkommen? Ansonsten muss die Ein- und Ausstiegs-Strategie angepasst werden.
– Wie lange kannst Du auf das Geld, dass Du investieren möchtest verzichten?

Das sind nur mal ein paar Fragestellungen, die Du gerne noch weiter ausbauen kannst. Je mehr Fragen Du entwickelst, die auf Dich persönlich passen, desto klarer wird Dein Weg zum Ziel und wie Dein Umgang damit ist.

Als groben Fahrplan für die Ermittlung Deines IST- und SOLL-Zustands habe ich zwei Checklisten erstellen lassen. Wenn Du magst, kannst Du Dir diese gerne herunterladen und für Deine Bestandsaufnahme nutzen.

Checkliste “Erstellung einer Vermögensübersicht”

Checkliste “3 wichtige Faktoren auf dem Weg zu Ihrem Erfolg“

Da der Text beim Schreiben dieser Zeilen doch recht sportlich lang geworden ist, verschiebe ich den Baustein „Dein Anlagehorizont“ auf einen der nächsten Beiträge. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, versprochen. Dann gehe ich dazu auch auf das Thema Diversifikation und Zugang zu den Medien (Achtung Fallstrick) ein.

Ich wünsche Dir alles Gute


Dein Mario Lüddemann

Rendite