Erfahre alles zu den letzten drei Bausteinen für Deinen Investment-Erfolg

Es gibt so viele Stolpersteine an der Börse, um sich der eigenen Gewinne zu berauben. Da kann es nie Schaden gut vorbereitet zu sein und die Erfolgsaussicht dadurch enorm zu steigern. Heute geht es um die letzten drei Bausteine für Deinen Investment-Erfolg. Wenn Du alle Bausteine befolgst und respektierst, dann steht einer goldenen Zukunft nur wenig im Wege.

Also nicht lang fackeln und direkt weiter zum dritten Baustein auf meiner Liste: Setze für Dich Deinen Anlagehorizont fest! (Die ersten zwei Bausteine kannst Du hier nachlesen)

Wann brauchst Du Dein Geld wieder? Wie lange kannst Du darauf verzichten? Stehen in den kommenden Monaten oder Jahren größere anderweitige Investitionen an? Ein neues Auto oder der Bau eines Eigenheims?

Einfache Fragen, einfachen Antworten! Zumindest, wenn Du Dir vorab bereits Gedanken über Deinen IST- und SOLL-Zustand gemacht hast.

Es ist immer schlecht, ein Investment an der Börse aufgrund von Zeitdruck schließen zu müssen. Das bedeutet nicht, dass man beim Investment in eine Aktie unbedingt 5 oder gar 10 Jahre drin bleiben muss, damit es profitabel ist. Um Gottes Willen nein, das bedeutet es ganz bestimmt nicht. Aber es wäre eben sehr schade, wenn Du eine Position verkaufen musst, bevor sie ihr Potenzial ausschöpfen konnte, bloß, weil Dich eine Autoreparatur überrascht hat oder es doch Solar-Panel auf dem neuen Dach sein sollen.

Selbstverständlich können solche Kosten auf einen zukommen und es ist auch richtig, dass wir einige dieser Dinge nicht exakt vorausbestimmen können. Aber dann muss ich eben einen gewissen Kapitalpuffer für genau solche Fälle schaffen. Im Zweifel investiere lieber ein paar Tausender weniger und schaff Dir so ein kleines Extra-Polster für mögliche, aber eben schwer kalkulierbare Kosten.

Eine weitere Sache noch zum Thema Anlagehorizont: Zum Jahrtausendwechsel gab es fast niemanden, der nicht zumindest einen Aktienfonds besessen hätte. Das war für Banker ein wahrer Goldrausch. Jeder Oma wurde ein entsprechender Fonds vertickt. War das so in Ordnung? Vielleicht nicht, vielleicht war es ein bisschen fahrlässig. Allerdings sind Bankkaufleute, das muss man wissen, sehr oft nichts anderes als Verkäufer. Man kann diesen Leuten im Nachhinein sicher einiges vorwerfen, aber nicht, dass sie Schuld an den Verlusten waren.

Auf welchen Zeithorizont gesehen haben die Banker denn verkauft? In aller Regel viel im Beratungsgespräch mindestens einmal der Satz, dass solch eine Geldanlage auf mindestens 5 bis 10 Jahre gesehen werden sollte. 5 bis 10 Jahre später wäre selbst derjenige, der am schlechtesten Punkt eingestiegen ist – also am damaligen Hoch – wieder im Plus gewesen. Die Verluste, die so viele gemacht haben, hatten also größtenteils andere Gründe.

Zumeist sind die Menschen aus Panik viel zu früh ausgestiegen. Bei Kauf war ihnen klar, dass dieses Investment auf 5-10 Jahre ausgelegt war. Nach teilweise nur wenigen Monaten hat sich die Wahrnehmung allerdings aufgrund der aufgelaufenen Buchverluste stark verändert. Die Folge: Ausstieg, koste es was es wolle.

Das führt mich direkt zum nächsten Baustein. Und zwar geht es um den Fallstrick Medien.

  1. Baustein: Zugang zu den Medien – Vermeide diesen Fallstrick

Warum bloß haben die Leute damals trotz des klar besprochenen Anlagezeitraums von 5 – 10 Jahren  so panisch reagiert und sind raus aus dem Markt? Sie waren einfach nicht darauf vorbereitet, dass es zwischenzeitlich zu Kursverlusten kommen kann. Man sagt immer so schön, dass Buchverluste erst dann echte Verluste sind, wenn man verkauft. Und das stimmt! Es ist tatsächlich so. Da muss man nicht studiert haben, um die Logik und den Wahrheitsgehalt dieses Satzes zu erkennen. Bloß macht das menschliche Gehirn die komischsten Sachen, wenn es auf eine Situation stößt, die so nicht geplant war.

Die Anleger damals dachten, dass es einfach immer weiter rauf läuft, was soll schon schief gehen? Das Börsen auch mal den Rückwärtsgang einlegen können, dass hatte ihnen niemand gesagt. Zumindest nicht, dass es beim Blick in die Tageszeitung zu so viel Schmerz führen würde. Jeden Morgen starrte man auf den Kurs und litt ob des Verlustes – Komplett egal, ob es nur ein sogenannter „Buchverlust“ war, es fühlte sich mies an! Zur Schmerzlinderung folgte der Verkauf, der Börse wurde der Rücken gekehrt und der Verdrängungsmechanismus ob des Verlustes lief auf Hochtouren.

Schade, wirklich schade, dass sich so viele Menschen aufgrund des damals erlebten einer so hervorragenden Form der Geldanlage beschneiden.

Rendite

Heute sind die Medien noch wesentlich präsenter als damals. Mit jedem Smartphone, zu jeder Zeit, an jedem Ort sind die Börsenkurse und die Depotstände überprüfbar. Wir stressen unser Gehirn in schwierigeren Börsenphasen also nicht mehr bloß einmal täglich beim Blick in die Tageszeitung, sondern viele viele Male. Wen wundert es da, dass die Objektivität zwischendrin immer mal wieder verloren geht und man in alte Strickmuster verfällt?

Ich sage nicht, dass Du alle Medien einfach abschalten sollst. Natürlich ist es wichtig, auf Terroranschläge oder sonstige Katastrophen angemessen zu reagieren. Es ist aber eben nicht nötig, jede Investmentpositionen Tag für Tag zu hinterfragen. Wenn Du willst, kannst Du zu jeder Aktie auf der Welt Gründe und Analysen finden, die Dir sagen „Hey Deine Idee ist falsch weil ….“. Das trägt allerdings nicht dazu bei, dass Du das ganze Potenzial voll ausschöpfen kannst.

Wenn Du Deine Investment-Strategie erstmal zurechtgelegt hast und genau weißt was Du wann tun willst, dann schau nicht mehr nach links und nach rechts. Suche nicht nach Gründen, die Dir die Suppe versalzen könnten, sondern vertraue auf Deinen Plan. Und glaub mir wenn ich Dir sage, dass dieser Plan sehr oft nicht schlechter ist, als das, was man sonst da draußen so zu Gesicht bekommt.

Die Flut an Nachrichten, Analysen und Meinungen ist unendlich groß geworden. Im Internet regiert Quantität, nicht Qualität. Gutes ist wesentlich schwerer zu erkennen, als die vielen halbherzigen Dinge.

  1. Baustein: Den Abschluss meiner 5 Bausteine für erfolgreiche Börseninvestoren bildet die Diversifikation.

Sein Depot zu diversifizieren bedeutet nichts weiter als Streuung zu erzeugen. Wie oft überprüfe ich Depots von interessierten Kunden und sehe, dass beispielsweise ausschließlich deutsche Werte im Portfolio liegen – noch schlimmer nur deutsche Automobilhersteller. Da findet sich eine Daimler direkt neben BMW, Porsche und Volkswagen wieder.

Versteh mich nicht falsch, das sind alles geile Unternehmen. Bloß, wenn die deutsche Automobilindustrie einmal eine Durststrecke durchlebt, dann durchlebst Du mit Deinem Depot gleich mit jedem Wert ein gefühltes Desaster.

Wie wäre es stattdessen mit einer Daimler, einer VW und dazu noch eine Bayer, BASF, Continental, SAP, Siemens? Das Risiko wäre direkt auf viele verschiedene Branchen gestreut. Wenn die Durststrecke kommt, wird auch mein Depot einmal leiden, doch diversifiziert leidet es eben wesentlich weniger als undiversifiziert.

Und löse Dich von dem Gedanken, nur im Heimatmarkt aktiv sein zu wollen. Es gibt so tolle ausländische Werte. Nestle aus der Schweiz, die ING-Diba aus den Niederlanden oder BP aus Großbritannien, dazu etliche US-Werte wie Coca-Cola, McDonalds, Intel, Tesla und Apple. Das sind Versteh alle gerade genannten Aktien bitte nicht als aktuelle Empfehlung, ich habe gerade einfach bloß wahllos große Unternehmen aus anderen Ländern beispielhaft aufgezählt.

Ich hoffe, dass Dir jetzt klar geworden ist, wie klasse richtiges Diversifizieren fürs Depot sein kann. Schau über den Tellerrand und streue in Deinem Depot die verschiedenen Branchen und Länder. Du wirst mit einer großen Wahrscheinlichkeit ein wesentlich stabiler aufgestelltes Portfolio besitzen, als wenn Du es nicht tust.

Ich wünsche Dir alles Gute


Dein Mario Lüddemann

Rendite