Das kannst Du mit statistischen Spielereien aus dem Markt holen

Kaum ist die Sektlaune an Neujahr verflogen und der restliche Raketen- sowie Böller-Müll von den Straßen beseitigt, werden unsere Mail-Postfächer mit Artikeln zum Januar-Effekt an der Börse quasi geflutet. Der Grund ist einfach: Wann, wenn nicht zu Beginn eines Jahres, sollte man diese Börsenweisheit „Wie der Januar, so das Jahr“ sonst auszupacken? Und auch wenn das Thema abgedroschen wirkt, so lässt sich diese Börsenweisheit statistisch belegen. Was man mit solch statistischen „Spielereien“ aus dem Markt holen kann, das soll der heutige Mehrwert meines Beitrags sein.

Zunächst einmal die Frage: „Ist es wirklich so, dass bei positivem Januar, der Rest des Jahres ebenfalls positiv wird?“. Laut statistischen Auswertungen im Dow Jones seit 1897 bewahrheitet sich diese Aussage tatsächlich in 83% aller Fälle. Das ist schon eine super Gewinnwahrscheinlichkeit, von der man als Trader in aller Regel nur träumen kann.

Es gibt sogar eine Statistik, die bereits nach den ersten fünf Handelstagen Bescheid weiß. Demnach wird das komplette Jahr bereits positiv, wenn bloß diese fünf Tage im Gewinn enden. Im S&P 500 liegt die Trefferquote meines Wissens nach bei rund 80%, funktionieren tut diese Regel übrigens in den allermeisten Aktienmärkten ebenso.

Rendite

Ich persönlich bin ein riesengroßer Fan. Nicht einzig von der Januar-Strategie, sondern vielmehr von statischen Handelssystematiken, die durch aussagekräftige Statistiken zum Erfolg führen. Durch den statistischen Vorteil kann direkt ein Vertrauensverhältnis zu solch einer Systematik aufgebaut werden und zwar ohne, dass man jemals einen einzigen Trade aufgesetzt haben muss.

Klar, Statistik ist das eine, die Umsetzung in der Praxis das andere. Da kommen natürlich noch andere Komponenten dazu, welche das Ergebnis verändern können – die eigene Psyche und Disziplin beispielsweise.
Trotzdem empfinde ich es als angenehmer mit einer Investment-Strategie zu beginnen, die statistisch belegt in der Vergangenheit bereits hervorragend funktioniert hat. Ob es jetzt Geldanlage mit dem Januar-Effekt sein muss oder einer anderen Systematik mit hohen, durch Auswertungen bestätigten, Gewinnwahrscheinlichkeiten ist, ist dabei völlig wurscht.

Abschließend kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen, den Vorteil der Statistik für sich zu nutzen. Saisonalitäten sind bspw. auch so ein Ding, welches den statistischen Vorteil nutzt. Darauf abgestimmte Strategien erzielen herausragende Ergebnisse. Ich jedenfalls bin sehr zufrieden und bleibe dabei: 10% + X kann jeder! Und in vielen Jahren liegen wir sogar weit darüber.

Ich wünsche Dir erfolgreiche Trades.

Dein Mario Lüddemann

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